Irrsinn: Ideenreichtum fordern, Anpassung belohnen

Peter Kreuz hält Vortrag auf CRM KongressAlles redet heute von der Notwendigkeit, dass Mitarbeiter mit Initiative, Leidenschaft, Mut und ungewöhnlichen Ideen aus der lauen Durchschnittlichkeit ausbrechen und für die Kunden echte Wow-Erlebnisse schaffen.

Das bleibt so lange ein Wunschtraum, wie die innerbetriebliche Realität mit ihren Strukturen, Prozessen und Mechanismen immer noch maximale konsensuelle Unauffälligkeit befördert. Gelebter Irrsinn zum Quadrat ist, dass viele Unternehmen Ideenreichtum von den Mitarbeitern fordern, tatsächlich aber Anpassung belohnen. Bringt uns das etwa beim Kunden weiter? Fakt ist, dass sich der knallharte Wettbewerb nicht mit lauen Mainstream-Ideen gewinnen lässt.

Mein Vortrag beim CRM-Kongress in Gießen – am 18. & 19. Oktober – ist deshalb auch eine Anstiftung und ein Mutmacher: Hört auf, euch anzubiedern! Sprengt Denkgrenzen! Wagt Experimente! Analysiert Misserfolge – und beginnt wieder und wieder!

Silodenken abbauen – mit dem Pixar Notes Day

Filmstudio PixarPeter hatte neulich eine fast schon schockierende Begegnung. Am Rande der The-Next-Web-Konferenz in Amsterdam kam er mit einem in den Niederladen extrem erfolgreichen Berater ins Gespräch, der darauf spezialisiert ist, Organisationen zu unterstützen, effizienter zusammenzuarbeiten und das Silodenken abzubauen. Ein Riesenthema und eines, das nach unserer Erfahrung so gut wie jedes Unternehmen umtreibt.

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Ja sagen und Nein meinen

Nein sagenEin Freund von uns ist Psychologe und Karrierecoach. Als er uns von einem seiner Klienten im Karrierecoaching und seinem Problem erzählte, war das für uns wie ein Déjàvu: Ja! Genau das kennen wir! – Wir haben sogar ein Buch darüber geschrieben…  weiterlesen

Lang lebe das Klopapier!

Digitalisierung

Neulich sah Anja ein brandgefährliches Video, in dem Klopapier die tragende Rolle spielt. Hört sich skurril an, ist aber ganz einfach erzählt: Anja saß im Rahmen einer Branchenveranstaltung beim Mittagessen in kleinerer Runde mit Unternehmensvertretern aus dem Mittelstand zusammen. Das Tischgespräch drehte sich um das Themenbündel Veränderungsgeschwindigkeit, Digitalisierung und Disruption. Es ging ein wenig hitzig hin und her zur Frage, ob denn nun alles, was digitalisiert werden kann, auch digitalisiert werden wird.

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Lesen gefährdet die Dummheit (Teil 2)

Bücher lesenGroucho Marx war davon überzeugt, dass Fernsehen bildet – denn immer wenn der Fernseher an war, ging er in ein anderes Zimmer, um zu lesen. Wir halten es so ähnlich. Nur haben wir konsequenterweise den Fernseher gleich ganz aus allen Räumen verbannt. Stattdessen umgeben wir uns mit jeder Menge Bücher.

Das hat natürlich auch damit zu tun, dass wir selbst Autoren sind. Bücher lesen gehört sozusagen zur Stellenbeschreibung eines Buchautors. Mit anderen Worten: Lesen ist Teil unserer Arbeit. Darum haben wir uns Gedanken darüber gemacht, wie wir das Lesen so organisieren, dass es für uns maximal produktiv ist.

Zu hinterfragen, wie ihr eigentlich lest, kann sehr lohnenswert sein. Unser Vorschlag: Nehmt einfach mal als Anregung auf und entscheidet dann, was ihr davon umsetzen wollt.

Im ersten Teil dieses Textes haben wir euch Einblick darin gegeben, wie wir mit Magazin- und Zeitungsartikel, Blogs und Interviews, die wir online lesen, umgehen. Jetzt geht es um die dickeren Dinger: die Bücher. weiterlesen

Lesen gefährdet die Dummheit (Teil 1)

Feedly - Evernote - PocketLesen ist eine der Schlüsselqualifikationen im 21. Jahrhundert. Warum? Weil Ihr mit keiner anderen Kulturtechnik so effektiv Informationen, Wissen und Ideen aufnehmen und verarbeiten könnt, wie mit dem Lesen.

Das ist einfach zu verstehen: Streicht einfach in Gedanken das Lesen aus der Gesellschaft und Ihr landet unweigerlich in einer mittelalterlichen Agrargesellschaft. Technologischer und gesellschaftlicher Fortschritt ohne Informationsproduktion via Schreiben und Informationsverarbeitung via Lesen sind undenkbar.

Aber Lesen und Lesen sind zwei Paar Schuhe! Als wir nach einem sehr geschäftigen Frühjahr gerade auf Sommermodus umgeschaltet haben, was für uns immer gleichbedeutend ist mit: Noch mehr lesen als sonst, ist uns aufgefallen, dass wir heute ganz anders vorgehen als noch vor, sagen wir, 30 Jahren. weiterlesen

Begehrtes schafft Sog, Gewöhnliches braucht Druck

Peter Kreuz Vortragsredner

Auf diesen Vortrag habe ich mich schon lange gefreut: Ein Finanzdienstleister hatte auf dem Weingut Wilhelm Kern bei Waiblingen ausgewählte mittelständische Geschäftsführer aus Baden-Württemberg eingeladen. Viele davon Inhaber von Hidden Champions. Weshalb ich diese mittelständischen Unternehmen liebe? Weil sie es schaffen auf Kunden und Bewerber einen Sog auszuüben. Weil sie Marktschreier-Marketing nicht nötig haben. Weil sie ohne Schminke daherkommen, dafür aber mit Substanz und einer eigenen Geschichte. Es ist halt so: Begehrtes schafft Sog, Gewöhnliches braucht Druck.

36 Punkte, die in keinem Handbuch stehen

Schema F

„Wenn sich das, was du tust, in einem Handbuch detailliert beschreiben lässt, kann es jemand billiger machen“ – hat Seth Godin mal vor einigen Jahren geschrieben.

Und das gilt heute mehr denn je. Wobei es längst nicht mehr um das Outsourcing in Billiglohnländer geht, sondern um die Substitution von Routinejobs durch Maschinen, die das nicht nur billiger, sondern auch fehlerfreier, schneller und besser erledigen. Die dazugehörigen Stichworte lauten: Digitalisierung, Automatisierung und KI.

Schema F ist das Talent der Maschine

Wenn es also darum geht, möglichst schnell, fehlerfrei und effizient Regeln zu befolgen und Standards abzuspulen, sind Maschinen die bessere Wahl. Worauf wir uns konzentrieren sollten, ist die Arbeit, die nicht nach Schema F funktioniert und deshalb auch in keinem Handbuch steht. weiterlesen