36 Punkte, die in keinem Handbuch stehen

Schema F

„Wenn sich das, was du tust, in einem Handbuch detailliert beschreiben lässt, kann es jemand billiger machen“ – hat Seth Godin mal vor einigen Jahren geschrieben.

Und das gilt heute mehr denn je. Wobei es längst nicht mehr um das Outsourcing in Billiglohnländer geht, sondern um die Substitution von Routinejobs durch Maschinen, die das nicht nur billiger, sondern auch fehlerfreier, schneller und besser erledigen. Die dazugehörigen Stichworte lauten: Digitalisierung, Automatisierung und KI.

Schema F ist das Talent der Maschine

Wenn es also darum geht, möglichst schnell, fehlerfrei und effizient Regeln zu befolgen und Standards abzuspulen, sind Maschinen die bessere Wahl. Worauf wir uns konzentrieren sollten, ist die Arbeit, die nicht nach Schema F funktioniert und deshalb auch in keinem Handbuch steht. weiterlesen

Preisverleihung für den innovativsten Mittelständler

Anja Förster Innovationspreis MittelstandWas für ein toller, energiegeladener Abend in Ludwigsburg bei der Preisverleihung der TOP 100, die die innovativsten Mittelständler Deutschlands auszeichnet! Ich durfte die Laudatio auf den Sieger in der Größenklasse A (bis 50 Mitarbeiter) halten. Die Nebuma GmbH aus Saarbrücken erfindet neuartige Speichertechnologien für den Hochtemperaturbereich, die es bisher so nicht gab. Die ersten Produkte hat dieses Start-up nach gerade einmal zwei Jahren Entwicklungszeit auf den Markt gebracht. Chapeau!!

Das Beste, das Sie als Führungskraft, Teamleiter, Lehrer, Vater oder Mutter tun können

TalenteDie Fotos waren fantastisch! Der Mann hatte ein iPad aus einer Schublade geholt und uns einige seiner Fotos gezeigt: Ausnahmslos schwarz-weiße Portraitfotos. Der Typ war richtig gut!.

Der Witz an der Geschichte: Wir hätten das nie erfahren, wenn wir nicht zufällig aus dem Hotel in Brüssel schon kurz nach fünf Uhr früh hätten auschecken müssen, um unseren Flug zu bekommen. An der Rezeption fragten wir den Mann vom Nachtdienst, ob er noch ein Erinnerungsfoto von uns machen kann. Das Hotel war wunderschön eingerichtet und wir wollten davon gern ein Bild haben, auf dem wir beide zu sehen sind.

Und dann legte dieser Mann vom Nachtdienst los wie ein Profifotograf: „Stellen Sie sich dahin, kucken Sie weiter nach rechts, hier ist das Licht schön, nein, da haben Sie einen Schatten im Gesicht …“

Wir waren verblüfft vom exzellenten fotografischen Ergebnis und lobten ihn entsprechend. Und dann erzählte er uns, dass das Fotografieren seine große Leidenschaft sei und zeigte uns diese Auswahl seiner Bilder: sensationell.

Wir fragten Ihnen, ob er denn auch Fotos für das Hotel machen würde, bei dem Talent wäre das doch eine super Sache.

„Ach, nein“, sagte er, „die wissen das gar nicht. Für die bin ich halt der Typ vom Nachdienst.“ weiterlesen

Vier Stufen der Folgsamkeit: Von resigniert-defensiv zu frech-offensiv

Erlaubnis und FolgsamDie Zeche Zollverein in Essen war ein fantastischer Rahmen für unseren Workshop – das Nebeneinander von Alt und Neu macht den Reiz der Location aus. Und genau darum ging es auch in unserer Veranstaltung für die gut 250 Mitarbeiter eines Mittelständlers: Nicht alles über Bord zu werfen – also nur auf das Neue zu fokussieren – sondern Bestehendes und Neues intelligent miteinander zu verbinden.

Die Mitarbeiter bearbeiteten dazu in Teams verschiedene Themengebiete und entwickelten Lösungsansätze für das Unternehmen. Bevor dann die Teams im Plenum ihre Lösungsvorschläge präsentieren sollten, gingen wir von Team zu Team, um zu hören, ob sie bereit waren für die Präsentation der Ergebnisse. Und was wir da hörten, war wirklich interessant. Es gab nämlich ein Muster: Zwei Sorten von Reaktionen. weiterlesen

Warum Kümmerer Verkümmerte produzieren!

Kümmerer und VerkümmerteWir konnten ja gut verstehen, dass die beiden Kinder unserer Bekannten nicht bei uns (aus ihrer Perspektive öden und steinalten) Erwachsenen mit am Tisch sitzen wollten. Wir waren ja auch schließlich von ihren Eltern zum Abendessen eingeladen worden und nicht von ihnen.

Fair!

Nur: Zwar aßen die zwei 17- und 19-jährigen Youngsters nicht mit uns zu Abend, dennoch waren sie ständig anwesend und wollten etwas von ihren Eltern:

„Ich finde den Eierkocher nicht. Das nervt total. Wo soll ich denn noch überall suchen?”

„Wie soll ich denn meine Hausaufgaben ausdrucken? Kannst du mal schauen … der blöde Drucker funktioniert schon wieder nicht.”

„Ich finde meine Hose nicht. Was soll ich jetzt anziehen?”

„Adrienne, die blöde Kuh, hat sich den ganzen Tag nicht bei mir gemeldet, obwohl sie es versprochen hat. Was soll ich machen?“

Was soll ich? Wo soll ich? Wie soll ich? … Du lieber Himmel! Was soll das? weiterlesen

Ohne Dividende läuft nichts

Tätigkeiten ohne Dividende? Weg damit.Da flattert eine Anfrage herein: Kein Vortrag, wir sollen ein Seminar halten. Auf einem Kreuzfahrtschiff. Eine sehr attraktive Anfrage. Was machen wir? Klar, wir sagen: Nein!

Warum? Weil wir schon vor einigen Jahren beschlossen haben, generell keine Seminare mehr zu machen. Das war eine Entscheidung, die uns schon damals nicht leicht gefallen ist. Wir hatten bis dahin Seminare für die renommiertesten Veranstalter gehalten. Und die Seminarorte waren oft auch sehr inspirierend und in tollen Hotels an schönen Orten. Die Seminare waren zudem eine gute Marketingplattform, die uns neue Zielgruppen erschloss.

Dennoch! Trotz all dieser guten Argumente haben wir damals auf unser Bauchgefühl gehört und den Schlussstrich gezogen, um uns auf unsere Publikationen und Vortragstätigkeit zu konzentrieren. Für uns fühlten sich die Seminare einfach nicht richtig an. Und das bedeutet: Wenn heute mal wieder eine Anfrage von einem Seminarveranstalter kommt, bleibt unsere Antwort konsequent: Nein! weiterlesen

Ein Stuhl für den wichtigsten Menschen im Raum

Jeff Bezos - Amazon-GründerWir haben gerade einen Text gekillt. Wir haben ihn gelöscht, obwohl wir bereits mehrere Stunden Arbeit darin investiert hatten. Wir haben ihn nicht überarbeitet oder irgendwie hingedrechselt, was schon gegangen wäre. Nein, wir haben ihn gestrichen.

Warum? Weil wir irgendwann gemerkt haben, dass der Text exakt NULL Relevanz für unsere Leser hat. Und damit ist er wertlos. Er hat keine Daseinsberechtigung. Ja, er war handwerklich gut geschrieben. Aber Hauptsache einen nett aussehenden Beitrag veröffentlichen? Nein! Wir sind uns einig: Das dürfen wir nicht! Also: Papierkorb. Löschen. Weg damit! weiterlesen

Learning Journey: Reisen und reisen lassen

Reisen bildet - Neue HorizonteZwar ist Veränderung nicht schlimm, weder für Manager noch für Mitarbeiter, aber keiner will verändert werden. Hinter dem weit verbreiteten Bammel vor der Digitalisierung steckt die Angst, zu Veränderungen gezwungen zu werden – vom Markt, von den Kunden, von der Konkurrenz, von Technologien.

Was eben nicht geht: Sie können Veränderung nicht verordnen. Sie können Veränderung auch nicht argumentieren, denn sie ist kein intellektueller Prozess. Mit Harvard-Professor John P. Kotter sind wir der Meinung, dass die Notwendigkeit gesehen und gefühlt werden muss, damit Menschen Wandel wollen und selbst vorantreiben.

Führungskräfte sollten also nicht fragen: Was müssen meine Leute anders machen? Sondern: Wie kann ich bei meinen Leuten den intrinsischen Antrieb fördern, etwas zu verändern?

Darauf gibt es viele Antworten. Peter fand im Februar eine besonders gelungene, nämlich bei der TeamBank AG aus Nürnberg. weiterlesen