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Wir konnten ja gut verstehen, dass die beiden Kinder unserer Bekannten nicht bei uns (aus ihrer Perspektive öden und steinalten) Erwachsenen mit am Tisch sitzen wollten. Wir waren ja auch schließlich von ihren Eltern zum Abendessen eingeladen worden und nicht von ihnen. Fair! Nur: Zwar aßen die zwei 17- und 19-jährigen Youngsters nicht mit uns zu Abend, dennoch waren sie ständig anwesend und wollten etwas von ihren Eltern: „Ich finde den Eierkocher nicht. Das nervt total. Wo soll ich denn noch überall suchen?” „Wie soll ich denn meine Hausaufgaben ausdrucken? Kannst du mal schauen … der blöde Drucker funktioniert schon wieder nicht.” „Ich finde meine Hose nicht. Was soll ich jetzt anziehen?” „Adrienne, die blöde Kuh, hat sich den ganzen Tag nicht bei mir gemeldet, obwohl sie es versprochen hat. Was soll ich machen?“ Was soll ich? Wo soll ich? Wie soll ich? … Du lieber Himmel! Was soll das?

Da flattert eine Anfrage herein: Kein Vortrag, wir sollen ein Seminar halten. Auf einem Kreuzfahrtschiff. Eine sehr attraktive Anfrage. Was machen wir? Klar, wir sagen: Nein! Warum? Weil wir schon vor einigen Jahren beschlossen haben, generell keine Seminare mehr zu machen. Das war eine Entscheidung, die uns schon damals nicht leicht gefallen ist. Wir hatten bis dahin Seminare für die renommiertesten Veranstalter gehalten. Und die Seminarorte waren oft auch sehr inspirierend und in tollen Hotels an schönen Orten. Die Seminare waren zudem eine gute Marketingplattform, die uns neue Zielgruppen erschloss. Dennoch! Trotz all dieser guten Argumente haben wir damals auf unser Bauchgefühl gehört und den Schlussstrich gezogen, um uns auf unsere Publikationen und Vortragstätigkeit zu konzentrieren. Für uns fühlten sich die Seminare einfach nicht richtig an. Und das bedeutet: Wenn heute mal wieder eine Anfrage von einem Seminarveranstalter kommt, bleibt unsere Antwort konsequent: Nein!

Zwar ist Veränderung nicht schlimm, weder für Manager noch für Mitarbeiter, aber keiner will verändert werden. Hinter dem weit verbreiteten Bammel vor der Digitalisierung steckt die Angst, zu Veränderungen gezwungen zu werden - vom Markt, von den Kunden, von der Konkurrenz, von Technologien. Was eben nicht...

„So läuft das nicht!“, sagt der Theaterregisseur zu uns. Wir hatten ihn engagiert, um uns zu unterstützen, nicht nur gute Vorträge zu halten, sondern sie auch wirksam zu inszenieren. In der ersten Coaching-Stunde fragt er uns nach unseren Erwartungen. Unsere Antwort: „Wir sind hier, um daran zu arbeiten, noch wirkungsvollere Vorträge zu halten. Also sag uns bitte, was wir tun sollen und wie genau wir das besser umsetzen können. “ Er schaut uns eindringlich an, schüttelt den Kopf, sagt uns, dass es so bei ihm nicht laufe: „Wir müssen gründlicher anfangen!“ Und dann beginnt er zu fragen: „Warum haltet ihr überhaupt diesen Vortrag?“ „Warum erzählt ihr diese Geschichte als Intro?“ „Warum zeigt ihr dieses Bild?“ „Warum wollt ihr …?“ „Warum habt ihr …?“ „Warum macht ihr …?“

Als wir in den USA studiert haben, gab es die Möglichkeit, neben dem Kerncurriculum auch sogenannte „Electives“ zu belegen. Einer dieser Electives, also Wahlkurse, der unser Interesse geweckt hatte, hieß „Competitive Intelligence“. Das war extrem spannend! Der Lehrbeauftragte war ein interessanter Typ: Ein ehemaliger hochrangiger...

„Bitte nehmt mir meine drei Sterne weg!“ – mit dieser ungewöhnlichen Bitte wandte sich der französische Spitzenkoch Sébastien Bras an die Macher des Guide Michelin. Ein Sternekoch, der keine Sterne will …? Wieso das denn? Gibt es denn für ein Restaurant eine großartigere Resonanz als die Auszeichnung...

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