One-Pager: Kommen Sie zum Punkt wie Ronald Reagan!

One-Pager - BriefingAls wir in den USA studiert haben, gab es die Möglichkeit, neben dem Kerncurriculum auch sogenannte „Electives“ zu belegen. Einer dieser Electives, also Wahlkurse, der unser Interesse geweckt hatte, hieß „Competitive Intelligence“. Das war extrem spannend! Der Lehrbeauftragte war ein interessanter Typ: Ein ehemaliger hochrangiger Mitarbeiter des CIA, zu dessen Aufgaben während seiner aktiven Zeit auch das Verfassen von Briefings zur aktuellen Lage in Zentralamerika für Präsident Ronald Reagan zählte.

Das heißt: Dieser Mann beherrschte das Verfassen von Briefings wie kein Zweiter! Reagan war nämlich ausgesprochen allergisch gegen Gelaber und machte deshalb strikte Vorgaben: Briefings für ihn durften nicht länger als eine Seite sein. Auch das Format war vorgegeben und bestand aus exakt folgenden vier Elementen:

  • Das Thema: Hierum geht es und deswegen ist es wichtig, dass der Entscheider sich mit dieser Problematik beschäftigt.
  • Die Fakten: Die Zusammenfassung der allerwichtigsten Tatsachen, die der Entscheider zur Problemstellung kennen sollte.
  • Die Lösungsoptionen: Die Varianten, die dem Entscheider zur Lösung der Problematik zur Auswahl stehen.
  • Die Empfehlung: Die Option, die der Entscheider wählen sollte sowie die Gründe für diese Wahl.

Eine extrem gute Struktur, finden wir! – Dieses Format haben wir im  Rahmen des Kurses bis zum Abwinken trainiert. Und es hat uns seither gute Dienste geleistet, um selbst besser zu strukturieren. weiterlesen

Was?! Starkoch verzichtet auf Michelin-Sterne!

Lebenszweck

„Bitte nehmt mir meine drei Sterne weg!“ – mit dieser ungewöhnlichen Bitte wandte sich der französische Spitzenkoch Sébastien Bras an die Macher des Guide Michelin.

Ein Sternekoch, der keine Sterne will …? Wieso das denn? Gibt es denn für ein Restaurant eine großartigere Resonanz als die Auszeichnung durch den Guide Michelin?

Bras versetzte mit seiner Bitte um Nichtbeachtung nicht nur uns in ungläubiges Staunen, sondern auch die komplette Gourmet-Elite inklusive der Guide-Michelin-Redaktion.

Also: Warum? weiterlesen

Warum Ablehnung nicht Ablenkung werden darf

AblehnungPeter war nach seinem Vortrag fix und fertig. Da war dieser Typ, vorne rechts in der zweiten Reihe. Wenn der Saal lachte, verzog er keine Miene. Er starrte nur nach vorne, wie durch Peter hindurch. Der Vortrag gefiel ihm offensichtlich überhaupt nicht. Seine Ablehnung war deutlich zu spüren.

Mit seiner negativen Ausstrahlung zog er den ganzen Vortrag hindurch Peters Aufmerksamkeit auf sich. Eine ganze Stunde lang. Immer wieder schaute Peter hin, sah das verdrießliche Gesicht dieses Mannes und ärgerte sich. Ja, und gleichzeitig ärgerte sich Peter über sich selbst, dass er so fixiert auf diesen Typen war.

weiterlesen

Finger weg! Der Alptraum eines Arbeitstages …

Persönlicher AlptraumDer amerikanische Investor Warren Buffett ist bekanntlich einer der erfolgreichsten Geschäftsleute und einer der reichsten Menschen der Welt. Überraschenderweise schreibt er über sich und seinen Geschäftspartner Charlie Munger:

„Wir haben nicht gelernt, schwierige Probleme im Geschäftsleben zu lösen. Was wir gelernt haben: sie zu vermeiden.“

Dieser Satz hat uns regelrecht elektrisiert, weil er unsere Einstellung exakt auf den Punkt bringt: Wenn es um Erfolg geht, dann tauchen auffällig oft Begriffe wie Fokus, Konzentration und Zielverpflichtung auf. Aber zum Erfolg gehört auch das Gegenteil, nämlich zu wissen, was man nicht will. Was ist Ihr Alptraum-Szenario? weiterlesen

Warum die Deadline der natürliche Feind des Perfektionismus ist

deadline-perfektionismus

Frank ist Perfektionist. Das ist weder eine positive noch eine negative Aussage über ihn, sondern einfach nur eine seiner Eigenschaften: Er macht alles ganz genau. Auf den Millimeter.

Gut wäre das, wenn Frank Neurochirurg wäre. Oder Uhrmacher. Oder Pilot. Oder wenn er zur Boxencrew des Ferrari-Formel-1-Teams gehören würde. Tut er aber nicht. Stattdessen hat Frank zusammen mit seiner Frau eine kleine Pizzeria aufgemacht. Und da ist Perfektionismus schlicht gesagt eine Katastrophe. weiterlesen

Warum die Dinosaurier ausgestorben sind…

Haltung

… ist noch immer nicht abschließend und zweifelsfrei geklärt. Na, klar, mittlerweile kennt jedes Kind die Geschichte, die die meisten Geologen, Paläontologen und der Nobelpreisträger Luis Alvarez uns erzählt haben: Vor 65 Millionen Jahren stürzte ein Monstermeteorit auf die Erde. Er schlug im Golf von Mexiko einen 180 Kilometer breiten Krater und wirbelte so viel Staub auf, dass sich der Himmel verdunkelte. Pflanzen verwelkten, die Dinos verhungerten. Basta.

weiterlesen

Tage der Entscheidungen

Tage der Entscheidungen

Wir lieben unseren Beruf unter anderem auch, weil er so abwechslungsreich ist. Weil sich Schreibphasen immer wieder mit Unterwegsphasen abwechseln.

Schreibphasen bedeuten introvertiert sein, nachdenken, in die Tiefe gehen, Formulierungsfeinschliff … Unterwegsphasen mit Reisen, Reden und Beraten bedeuten extrovertiert sein, Wirkung erzielen, Performance bringen, Resonanz erzeugen … Beides ist großartig. Bis wir festgestellt haben, dass in diesem beruflichen Duo etwas fehlt: Zeit zum Vorausdenken.

weiterlesen