Management-Innovation

Interview mit Uwe Lübbermann Weil er von Afri-Cola irgendwann nur noch enttäuscht war, gründete Uwe Lübbermann die Getränkemarke Premium-Cola. Und die ist alles, außer gewöhnlich. Premium-Cola wird von einem Internet-Kollektiv nach dem Prinzip der Konsensdemokratie gesteuert. Deshalb gelten nur die Geschäftsbedingungen, die die Gemeinde bestimmt. Dazu gehören etwa Anti-Mengenrabatte, feste Umsatzanteile in die Alkoholismusvorsorge und ein freies Premium-Betriebssystem. Die Idee: Der Welt zu zeigen, dass Kapitalismus auch ohne Profitmaximierung und aggressives Marketing funktionieren kann. Wir haben uns mit Uwe Lübbermann in Berlin getroffen.

„Ein Fünftel meiner Mitarbeiter wird in einem Jahr nicht mehr an seinem Arbeitsplatz sitzen. Und ich könnte nicht glücklicher darüber sein!“ Der Chef, der das sagt, ist kein skrupelloser Hire-and-Fire-Desperado, sondern ein intelligenter Softwareunternehmer aus Kanada. Er hat es geschafft, seinem Unternehmen das gefährliche Silodenken auszutreiben. Wie...

Die Fehler der Fehlerkultur – was Sie stattdessen tun sollten Eine Fehlerkultur ist schnell gefordert: Wir sollen dankbar sein für Fehler! Ja, wir sollen Fehler sogar feiern, rufen uns neunmalkluge Berater zu! Aber mal Hand auf’s Herz: Fehler sind doch nichts Tolles, oder? Welcher Chef freut sich über die Kosten, die die Fehler seiner Mitarbeiter verursachen? Und wer begeht gerne Fehler und erzählt mit stolz geschwellter Brust den anderen davon? Wäre es nicht viel schlauer zu versuchen, Fehler zu vermeiden, anstatt Fehler in etwas Positives umzudeuten?

„Meine Leute brauchen einen Motivations-Booster. Können Sie das übernehmen?“ – Dieser Chef meinte wohl, unsere Aufgabe sei es, die fehlende Motivation mit dem großen Löffel zu verabreichen … Was für ein absurder Gedanke! Warum Motivationsaufträge nicht in unserem Programm vorkommen und was wir stattdessen dringend empfehlen,...

weglassenDas sorgte für Zoff! … Als Bosch-Chef Volkmar Denner Ende 2015 ankündigte, das bisherige leistungsabhängige Bonus-System für seine Führungskräfte zu streichen – und zwar ersatzlos – schlug das ziemlich hohe Wellen! Die Entscheidung bei Bosch: Boni gibt es nur noch abhängig vom Erfolg des Gesamtunternehmens. Also weg von der Individualoptimierung.