Die fehlende Zutat für euren Erfolg

Konsistenz als fehlende Zutat für Erfolg

Zeit für eine kleine Zwischenbilanz: Habt ihr euch zu Sylvester etwas für dieses Jahr vorgenommen? Und? Hand aufs Herz: Wie viel davon habt ihr umgesetzt?

Wenn ihr euch jetzt ein wenig ertappt fühlt: Ihr seid in guter Gesellschaft! Die Statistik bescheinigt, dass es 92 Prozent der Menschen nicht gelingt, ihre Neujahrsvorsätze umzusetzen. Das heißt aber auch: 8 Prozent schaffen es.

Die Frage ist: Wie machen die das? Und: Wie könnt auch ihr es schaffen, eure Versprechen gegenüber euch selbst einzuhalten? Und zwar nicht nur die Neujahrsvorsätze!

Wir glauben, dass sich viele von uns deshalb so schwer damit tun, weil wir in einer Welt der sofortigen Bedürfnisbefriedigung leben: Film schauen? – Sofort bei Netflix gestreamt. Ein bestimmtes Musikstück hören? – Spotify liefert on demand. Hunger? – Fahr mal eben bei Burger King raus. News? – Social Media liefert den persönlichen Nachrichtenmix auf’s Handy, das stets zur Hand ist, wie der Name schon sagt.

Wen wundert es da, dass viele auch mit dem sofortigen Erfolg rechnen?

Eingefangen in der Jetzt-sofort-in-Echtzeit-Blase glauben wir irgendwann auch an die „6-Minuten-Heilmethode“, an den „Nichtraucher in 120 Minuten“, an den „Minuten-Manager“, an das „Gesund-in-7-Tagen-Programm“ und daran, dass wir in zwei Wochen fließend Französisch sprechen, unser neuer Twitter-Account nach drei Tagen mehrere Tausend Follower hat und dass das 14-Tage-Beachbody-Training auch bei uns funktioniert.

Doch regelmäßig platzt die Illusion: Nach drei Wochen können wir gerade mal auf dem Niveau eines Zweijährigen Französisch sprechen, unser neuer Twitter-Account hat nach einer Woche nur 9 Follower, und nach 14 Tagen Training haben wir immer noch kein Sixpack.

Das Geheimnis des Erfolgs ist eben eine entscheidende Zutat, die in all diesen Instant-Methoden fehlt. Die Zutat heißt „harte Arbeit, und zwar konsistent“. Ganz einfach. Und eigentlich liegt uns Konsistenz ja, denn jeder Mensch ist konsistent, wenn ihm eine Sache großen Spaß macht oder wenn es schlichtweg sein muss. Dass Konsistenz nicht in unserer DNA liegen würde, gilt also nicht als Ausrede. Der entscheidende Fehler ist: Viele machen Konsistenz abhängig von Ergebnissen. Und darum hören sie auf, bevor die Ergebnisse da sind.

Egal was ihr macht: Großartige Ergebnisse brauchen Zeit und es dauert unter Umständen sehr lange. Wenn ihr dann sagt: Gut, ich mach ja weiter, aber nur, wenn ich jetzt ein Erfolgserlebnis bekomme, dann habt ihr euch bereits selbst sabotiert. Denn umgekehrt wird ein Schuh draus: Das Erfolgserlebnis wird nur kommen, wenn ihr weitermacht.

Konsistenz ist die Voraussetzung, keine abhängige Variable! Konsistenz hat nichts mit den äußeren Umständen zu tun. Dass ihr nicht genügend Zeit habt oder dass niemand euch hilft usw. sind alles keine guten Gründe für fehlende Konsistenz. Der einzige Zusammenhang ist der mit eurer inneren Haltung: Haltet ihr eure Versprechen gegenüber euch selbst, dabei zu bleiben und es durchzuziehen, egal wie die kurzfristigen Ergebnisse aussehen? Ja oder nein?

Es geht bei der Konsistenz darum, eine Art Automatismus hinzubekommen: Es einfach zu tun. Regelmäßig. Immer wieder. Der Prozess des regelmäßigen Tuns steht im Vordergrund, nicht das Ergebnis. Das heißt konkret: Ihr tut es nicht deshalb, weil ihr ein Ergebnis erwartet, sondern weil ihr es gestern getan habt und es morgen wieder tun werdet. Egal, was dabei herauskommt. Tun und Ergebnis müssen entkoppelt werden!

Das beste Konsistenz-Werkzeug, das wir kennen: Unser Kalender. Mit seiner Hilfe machen wir regelmäßig eine Stunde Sport pro Tag. Automatisch. Immer. Warum? Weil wir es in unseren Kalender geschrieben haben!

Auch wenn wir unterwegs sind, unsere Laufschuhe haben wir immer im Gepäck. Wir haben gar keine andere Wahl, denn wir haben ja täglich einen Termin mit uns selbst, bei dem wir die Schuhe brauchen.

Ob privat oder beruflich: Euer Kalender lügt nie. Ein Blick auf euren Kalender verrät, wo eure echten Prioritäten liegen. Eure Kinder sind eure Top-Priorität im Leben? Tatsächlich? Dann ist in eurem Kalender Zeit für die Kinder reserviert! Digitalisierungsstrategien ist eine Top-Priorität eurer Arbeit? Tatsächlich? Dann ist in eurem Kalender Zeit fürDigitalisierungsstrategien reserviert. Und nicht 99,9 Prozent Tagesgeschäft. Sport ist euch wichtig? Tatsächlich? Dann steht Zeit für Sport in eurem Kalender. Regelmäßig!

Wenn ihr also nicht schafft, was ihr euch vorgenommen habt, wenn es euch zwar wichtig ist, ihr aber einfach nicht dazu kommt – dann belügt ihr euch selbst. Das sind Ausreden! Schaut einfach in euren Kalender und lest es nach! Ihr habt einfach anderen Dingen eine höhere Priorität gegeben.

Was ihr nicht tut, ist euch nicht wichtig. Das ist die bittere Wahrheit.