Wie du ein Rebell wirst

Veränderung beginnt mit Rebellen - einzelnen Menschen die sich ein Herz fassen

Wie du ein Rebell wirst

Jeder Mensch ist viel mächtiger, als er denkt.

Wir hören oft nach unseren Vorträgen: „Alles gut und richtig würde ich ja auch gerne könnte ich mir vorstellen in einer anderen Firma wenn ich einen anderen Chef hätte und die Strukturen andere wären und ich in einer anderen Position die Instrumente hätte und die Möglichkeiten etwas davon umzusetzen ja dann würde ich das schon gerne machen.“

Wie viel Macht hatten die Menschen, die die Welt verändert haben? Mahatma Gandhi. Vaclav Havel. Martin Luther King. Mutter Teresa.

Sie alle hatten keine formale Macht. Keine Legitimation. Keine protzige Visitenkarte. Keine gigantische Organisation. Kein Kapital.Sie begannen ihre Mission mit nichts als ihrer Persönlichkeit. Mit der Überzeugungskraft, die aus großer Leidenschaft erwächst. Und mit der Beharrlichkeit, die einen Menschen vorantreibt, der sich auf dem richtigen Weg weiß.

In anderen Worten: Veränderung beginnt mit einzelnen Menschen, die sich ein Herz fassen, mutig aufstehen und handeln!

Und was für die Gesellschaft als Ganzes gilt, das müsste doch auch für Organisationen wie Unternehmen gelten, oder?

Doch sofort haben wir die üblichen Lamentos im Ohr: „Ach, was soll ich kleiner Angestellter da ausrichten?“, „Die da oben müssten mal was ändern!“, „Das müsste der Chef mal anpacken …!“

Um es ganz deutlich zu sagen: Das sind Ausreden! Wir sind zutiefst davon überzeugt, dass für Unternehmen exakt das Gleiche gilt wie für Gesellschaften: Die Regeln können durch jeden verändert werden!

Jordan Cohen beispielsweise war ein Allerweltsmanager beim Pharmariesen Pfizer. Doch als er sich mal wieder drüber ärgerte, wie viele Stunden er und seine qualifizierten Kollegen täglich verbraten mit stupiden Routinearbeiten wie Excel-Listen basteln, Powerpoints aufhübschen oder Basiswissen googeln, beschloss er, daran etwas zu ändern. Die Idee: Alle unproduktive Kleinkram-Arbeit soll ausgelagert werden!

Schön und gut. Aber geht das denn? Wie soll ein mittlerer Angestellter einen großen und schwerfälligen Unternehmens-Tanker in eine neue Richtung bewegen? Und wozu sich das antun? … – Stopp! Cohen fragte sich nicht, OB es möglich ist oder was dagegenspricht, sondern WIE es möglich ist, ein Unternehmen zu verändern. Seine Antwort: Schritt für Schritt.

Er brauchte dazu Geduld und mehrere Jahre: Er sammelte Daten durch Tests (30 Prozent Zeitverschwendung durch nervende Routine-Aufgaben in einem 12-köpfigen Team!). Er überzeugte Führungskräfte, und zwar einzeln. Er sammelte freie Mittel. Er gewann 50 Freiwillige für einen Pilottest. Er bildete ein kleines Projektteam. Er machte Präsentationen, wies Produktivitätsgewinne nach, sammelte mehr und mehr Daten und überzeugte Managementebene für Managementebene – bis zur Konzernspitze!

Der Effekt: Sein Programm wurde unternehmensweit ausgerollt und das veränderte die Arbeit bei Pfizer auf einen Schlag. Im ersten Jahr wurden bereits 60.000 Arbeitsstunden nerviger Kleinkramarbeit ausgelagert und konnten so für produktivere Zwecke genutzt werden.

Es ist tatsächlich so: Unternehmen wie Gesellschaften sind nicht „DIE“ – sondern „DU“! Hört auf, über „die“ zu klagen! Hört auf, eure eigene Untätigkeit zu rechtfertigen!

Jede Organisation ist nicht mehr und nicht weniger als die gesammelte Willenserklärung ihrer Mitglieder. Und wer hat gesagt, dass ihr diesen Willen nicht mitgestalten könnt? Nicht von hier auf jetzt – so funktioniert Veränderung selten, sondern Schritt für Schritt.

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