Vom Triumph des gelangweilten Regisseurs

Analytisch

Vom Triumph des gelangweilten Regisseurs

Schon mal die Geschichte vom sagenhaften Erfolg des gelangweilten Stararchitekten gehört? Oder die vom Triumph des Dienst-nach-Vorschrift-Regisseurs? Die sagenhafte Geschichte des abgestumpften Fußballtrainers? Die Success Story des ausdruckslosen Orchesterdirigenten oder die des gleichgültigen Unternehmers?

Nein?
Eben!

Im Zentrum jeder einzelnen Erfolgsgeschichte, die es jemals gegeben hat, steht mindestens ein leidenschaftlicher Mensch. Einer, der mitreißt. Einer, der für eine Sache brennt. Einer, der Emotionen weckt!

Im innersten Kern geht es in der Wirtschaft immer nur um eines: EMOTION. Punkt. Und zwar in all ihren Erscheinungsformen: Wirtschaft ist Begeisterung, Leidenschaft, Spaß, Erfüllung, Sinn, Freude … aber niemals nur nackte Arithmetik.

Wirtschaft – Analytisch und bierernst? 

Und trotzdem: Schaut euch mal an, wie Wirtschaft erklärt wird. Oder wie wir versuchen, Erfolgsgeschichten zu verstehen: Rational. Analytisch. Emotionslos. Wörter wie Strategie, Vision, Positionierung, Differenzierung, Wachstum, Faktoren, Effizienz, System und Marktführerschaft. Als ob Wirtschaft mehr Physik als Psychologie wäre…

Emotionen scheinen in der Wirtschaft verpönt zu sein. Ein Mitarbeiter, der in seiner Beurteilung Höchstwerte im Bereich „Emotion“ erzielen würde, der gälte als Weichei, als Gefühlsduseliger, als Leichtgewicht, der nicht für den harten Geschäftsalltag taugt. Außerdem gibt es diesen Bewertungspunkt überhaupt nicht.

Emotionen sind in den meisten Unternehmen höchstens etwas für die Werbung, um das Produkt oder die Marke mit Emotionen „aufzuladen“ – um es so besser verkaufen zu können.

Dabei sind positive Gefühle die entscheidende Antriebskraft und nicht einfach nur die Oberfläche eines jeden Business. Darum haben wir ein paar Fragen an euch:

Nehmt ihr den emotionalen Kern eures Unternehmens bewusst wahr? Gibt es überhaupt einen?

Führt ihr mit Emotion?

Verkauft ihr mit Emotion?

Gestaltet ihr mit Emotion?

Kommen in eurer internen und externen Kommunikation emotionale Wörter vor, wie Freude, Vertrauen, Schönheit, Gerechtigkeit… oder Liebe?

Es lohnt sich, darüber nachzudenken!

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