Wenn dir der Film nicht gefällt, dann geh!

Wenn dir der Film nicht gefällt, dann geh!

Alles, was wir sehen wollten, hatten wir bereits gesehen. – Mexiko City ist eine absolut aufregende Stadt, keine Frage. Wir hatten noch ein paar Tage, also überlegten wir: Was wollen wir jetzt noch unternehmen? Ok, wir könnten doch auch noch … STOPP!

Ja, könnten wir, wollen wir aber nicht! Den Rest der Reise irgendwie rumbringen? Shoppen gehen? Im Straßencafé die Zeit abhängen?…

Wir schauten uns an und wussten: Das Ende unseres Urlaubs bestimmen wir selbst – und das Ende ist jetzt! Wir buchten kurzerhand unseren Flug um und packten die Koffer. Unsere Zeit ist uns zu wertvoll und unser Leben zu kurz, um es mit mittelmäßigen, faden Irgendwie-geht-es-ja-noch-Aktivitäten zu verbringen. Und mit diesem vorzeitigen Abbruch ging es uns blendend!

Fade Dinge abzubrechen und sich interessanteren Dingen zuzuwenden ist einfach sinnvoll. Warum? Mit den Opportunitätskosten ließe sich das prima erklären: Die Zeit, die Sie dafür verwenden, sich durch ein schlechtes Buch zu quälen, könnten Sie dafür investieren, ein sehr viel besseres Buch zu lesen. Aber darum geht es uns nicht. Es geht uns nicht um die Alternativen, die uns entgehen. Und auch nicht um eine Kosten-Nutzen-Optimierung.

Es geht uns um eine ganz bestimmte Lebenseinstellung: offen zu sein. Wir wollen Neuem eine Chance geben, Dinge ausprobieren und Erfahrungen sammeln. Das können wir aber nur, wenn die Kanäle für die Aufnahme von Neuem offen sind. Jede Gelegenheit, einen Kanal freizuräumen, ist uns daher hoch willkommen. Deshalb sagen wir, wenn uns etwas nicht gefällt, auch sehr schnell und ganz klar: STOPP!

Wie ist es mit Ihnen?

Wagen Sie den Absprung, wenn Ihre Begeisterung fehlt? Es ist Ihre Entscheidung: im Kino bei einem miesen Film bis zum Ende durchhalten – oder nach 20 Minuten den Saal verlassen und das Ticket verfallen lassen. Im Restaurant sitzen bleiben, auch wenn die Speisekarte Sie nicht wirklich anmacht und es viel zu voll und zu laut ist – oder den mühsam ergatterten Tisch räumen. Darauf zählen, dass das langweilige Buch im letzten Drittel besser wird – oder es für immer zuklappen.

Für einen Kosten-Nutzen-Rechner gibt es den Ausschlag, dass das Ticket gekauft, der Tisch reserviert oder das Buch bezahlt ist. Für den Neugierigen ist das egal. Er nimmt sogar Stornogebühren in Kauf!

Also:
Das Fernsehprogramm macht Sie nicht an? Schalten Sie aus!
Sie finden die Schmidts langweilig? Dann treffen Sie sich halt nicht mehr mit den Schmidts.
Ihnen gefällt dieser Beitrag nicht? Dann hören Sie auf zu lesen!

STOPP!

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